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Angina
Pectoris
I
Die
Angina
pectoris
zeigt
sich in
vielfältiger
Gestalt:
Angina
pectoris
in der
Nacht
Angina
pectoris
durch
versteckte
Herzdurchblutungsstörung
Angina
pectoris
in
Verbindung
mit
einem
Koronarspasmus
(=
Verengung
der
Herzkranzgefäße)
Angina
pectoris
durch zu
hohen
Herz-Innendruck
Angina
pectoris
bei
Überfunktion
der
Schilddrüse
Angina
pectoris
bei
Blutarmut
Angina
pectoris
bei
Herzmuskelverdickung
Jede
Form
einer
Blutflüssigkeitsvermehrung
kann
potentiell
eine
Angina
pectoris
auslösen
Angina
pectoris
bei
Bluthochdruckpatienten
Angina
pectoris
bei
Tachykardie
(Herzrasen)
Der
Begriff
ist
abgeleitet
von dem
Gefühl
des
Betroffenen
im
Anfall,
er sei
mit der
Brust in
einen
Schraubstock
geraten,
der
zudrückt.
Diese
Empfindung
eines
Patienten
wird
schon
von
alters
her mit
einer
Durchblutungsstörung
am
Herzen
in
Verbindung
gebracht.
Dabei
hat
dieser
Begriff
im Laufe
der Zeit
eine
Erweiterung
erfahren,
und es
wird
jetzt
alles
das zur
gezählt,
was an
Empfindungen
und
Gefühlssensationen
im
Rahmen
einer
Durchblutungsstörung
am
Herzen
auftreten
kann. Im
Prinzip
also
auch die
Übelkeit
und der
Magenschmerz,
der
Ausdruck
einer
Durchblutungsnot
in dem
Teil der
Herzunterwand,
der dem
Zwerchfell
aufsitzt.
So ist
zu
verstehen,
dass
inzwischen
für alle
Formen
der
Durchblutungsstörung
des
Herzens
stehen,
und die
können
sehr
vielfältiger
Natur
sein.
Differentialdiagnostisch
(= was
sonst
noch an
Krankheiten
in Frage
kommt)
kommen
darüber
hinaus
noch
andere
Ursachen
für
Schmerzempfindungen
im
Brustbereich
in
Betracht,
die
nicht
mit dem
Herzen
zusammenhängen,
aber mit
bedacht
werden
müssen.
Es ist
im
Einzelfall
in der
Tat
schwierig
und
erfordert
viel
Phantasie,
die
tatsächliche
Ursache
wirklich
exakt zu
erfassen
und den
Betroffenen
kompetent
mit Rat
und Tat
zur
Seite zu
stehen.
Aber
gerade
deshalb
muss man
sich als
Betroffener
selbst
um diese
Thematik
kümmern.
Man
läuft
sonst
Gefahr,
entweder
unnötig
in die
apparative
Mangel
genommen
zu
werden
oder
leichtfertig
als
Hypochonder
abgetan
zu
werden,
obgleich
durchaus
Grund
zur
Sorge
und die
Notwendigkeit
zum
Handeln
besteht.
Selbst
die
heute
relativ
rasch
verfügbare
und
dementsprechend
auch oft
vorschnell
durchgeführte
Darstellung
der
Herzkranzarterien
(Koronarangiographie)
kann
nicht
immer
die
Lösung
des
Problems
bieten.
Im
Gegenteil,
manchmal
führt
der gute
Ausgang
dieser
Untersuchung
zur
falschen
Entwarnung,
mit der
Aussage,
es
bestünde
keinerlei
Gefahr.
Dann
wird die
frohe
Botschaft
freudig
aufgenommen,
ohne
dass
nachgefragt
wird,
was denn
dann nun
eigentlich
das
Beschwerdebild
ausgelöst
hat.
Sie
selbst,
der
Betroffene,
sind
dabei
der
entscheidende,
der
maßgebliche
Faktor.
Wenn Sie
in Ihrem
Innersten
beunruhigt
sind,
wenn Ihr
Körper
Gefahr
signalisiert,
dann
sollten
Sie sich
um
nichts
in der
Welt
beruhigen
lassen,
bis eine
wirklich
gute
Abklärung
stattgefunden
hat. Und
die
sollte
über die
leicht
zu
habende
Bemerkung
„Ihr EKG
ist aber
unauffällig“
hinausgehen.
Denken
Sie
daran,
dass
noch in
jedem
Jahr in
Deutschland
100.000
Menschen
einen
Sekundenherztod
erleiden
und
viele
hatten
vorher
eben
doch
entsprechende
Krankheitsanzeichen.
Ob es
erlaubt
ist, so
deutlich
zu
reden?
Ja,
solange
es
wirklich
noch
weiterhin
Hunderttausende
sind,
die
sterben
und
denen
man mit
großer
Wahrscheinlichkeit
heute
hätte
helfen
können.
Und das
waren
keineswegs
alles
Menschen,
die
sowieso
schon
keine
Lebensqualität
mehr
hatten,
sondern
Menschen
wie Du
und ich,
mitten
im Leben
stehend.
Solange
die
Medizin
im
Allgemeinen
eben
doch
noch
nicht so
sicher
ist,
nicht
sicher
genug,
noch
nicht so
gut, wie
sie uns
manchmal
erscheinen
möchte,
solange
wird der
Einzelne
sich
weiter
selbst
kümmern
müssen.
Es gibt
eine
Fülle
von
bisher
unbekannten
Risiken,
die zu
führen
können,
um die
sich zur
Zeit
niemand
recht
kümmert.
Sollten
Sie zu
einer
dieser
Gruppierungen
gehören,
dann
sollten
Sie
folgendes
wissen,
was
heute
nicht
allgemein
bekannt
ist:
1. Immer
noch
wird die
Wichtigkeit
der in
der
Nacht
unterschätzt.
Ihnen
gebührt
eine
weitaus
größere
Beachtung,
als sie
ihr in
unserer
Tages-
und
Leistungsgesellschaft
bisher
zugebilligt
wurde.
Heute
wird in
erster
Linie
nach
Symptomen
unter
körperlicher
Belastung
gefragt.
Auch die
Untersuchungsmethoden
sind auf
den Tag
und die
körperliche
Belastung
ausgerichtet,
wenn
z.B. ein
Belastungs-EKG
(siehe
auch
EKG-Diagnostik)
durchgeführt
und als
entscheidend
angesehen
wird.
Das ist
aber in
vielen
Fällen
nicht
o.k. Mit
einer
solchen
Trefferquote
kann man
nicht
wirklich
ernsthaft
arbeiten,
wenn
Gefahr
im
Verzug
sein
kann.
2. In
der
Nacht
demaskiert
sich
häufig
eine am
Tag
versteckte
Herzdurchblutungsstörung,
die am
Tag
überspielt
wird.
Wir
haben
z.B. bei
einer
Patientin,
die am
Tage fit
erschien,
in der
Nacht
aber
immer
wieder
Anfälle
von
hatte,
letztlich
doch
eine
Darstellung
der
Herzkranzgefäße
veranlasst,
obgleich
das
Belastungs-EKG
völlig
unauffällig
war.
Es fand
sich
eine
90%ige,
kurzstreckige
Verengung
am
Anfang
der
linken
Kranzarterie,
die sich
erstaunlicherweise
bei der
Belastung
nicht
bemerkbar
gemacht
hatte.
Die
Erklärung
ist in
zwei
Punkten
zu
finden.
Zum
einen
herrscht
am Tage
ein
höherer
Blutdruck
vor, der
für eine
verbesserte
Strömung
auch in
den
Herzkranzgefäßen
sorgt.
Eine
starke
Strömung
kann ein
kurzes
Hindernis
relativ
leicht
überspielen.
In der
Nacht
fällt
der
Blutdruck
durch
die
Einwirkung
des
Vegetativen
Nervensystems
(Vagus)
physiologischer
Weise ab
und
damit
sinkt
auch die
Durchströmung
im
Gefäß.
Zum
anderen
nimmt in
der
Nacht
der
Innendruck
im
Herzen
zu, und
es
erhöht
sich der
Druck
auf die
dem
Inneren
des
Herzens
zugewandten
Schichten.
Dieser
erhöhte
Herz-
Innendruck
drückt
besonders
die
Areale
zu, die
keine
gute
Durchblutung
haben
und von
daher
dem
gesteigerten
Innendruck
keinen
Gegendruck
entgegen
zu
setzen
haben.
Es lässt
sich
z.B. ein
Wasserschlauch
besonders
leicht
zudrücken,
wenn
kein
Wasserdruck
in ihm
herrscht.
Der
erhöhte
Innendruck
entsteht
besonders
leicht
bei
Herzen,
die
verdickt
sind und
sich
nicht
ausreichend
dehnen
lassen,
aber
auch,
wenn
zuviel
Blutflüssigkeit
auf die
Herz-Innenwände
drückt.
Bei der
genannten
Patientin
waren
die
Herzwände
stark
verdickt
nach
einer
abgelaufenen
Entzündung
der
Schilddrüse
mit
langbestehender
Schilddrüsenüberfunktion.
3. Eine
Druckerhöhung
im
Herzinneren
kann
über
ganz
spezielle
Mechanismen
einen
Koronarspasmus,
also
eine
krampfartige
Verengung
der
Herzkranzgefäße
auslösen,
was auch
ohne
eine
organische
Herzkranzverengung
zu
führt.
Dieser
Mechanismus
entsteht
über
eine
unnötige
Erregung
des
Körpers,
bedingt
durch
eine
Aktivierung
des
Sympathikus.
Als
Sympathikus
bezeichnet
man den
Teil des
autonomen
Nervensystems,
der im
Notfall
aufgerufen
wird und
den
Notfall
reguliert
. Er
wird
immer
aktiviert,
wenn
vitale
Strukturen
im
Körper
bedroht
sind,
wie dies
z.B. bei
einer
Durchblutungsnot
am
Herzen
gegeben
ist. Ein
einmal
aktivierter
Sympathikus
aber
kann die
Durchblutungsnot
am
Herzen
zunehmend
durch
ständige
Aktivierung
weiter
verschlechtern,
weil er
das Herz
und die
kleinen
Blutgefäße
in der
Peripherie
immer
enger
zusammen
zieht,
und
dadurch
noch
mehr
Blut auf
das Herz
drückt.
Das
Anfluten
von
Flüssigkeit
in der
Nacht
können
wir
apparativ
simulieren
und über
ein
besonders
anschauliches
EKG
sowohl
die
Gefährdung
eines
Menschen
erkennen
als auch
die
Verbesserung
nach
geglückter
Therapie.
4. Der
Herz-Innendruck
kann
sich
aber
auch am
Tag
verstärken
und
einen
Koronarspasmus
auslösen.
Der
Innendruck
kann
auch
durch
einen
überhöhten
Blutdruck
vermehrt
werden,
der bei
körperlicher
oder
psychischer
Belastung
ansteigt
und dann
auch zur
Steigerung
des
Drucks
auf die
Innenschichten
führt.
Dies
signalisiert
dem
Körper
wieder
einen
Notfall,
aktiviert
den
Sympathikus
und
führt
unter
Umständen
auch zur
Verengung
der
Herzkranzgefäße
(Koronarspasmus).
Ein
Koronarspasmus
kann
also
auch
durch
körperliche
Belastung
provoziert
werden.
5. Ein
weiterer,
wichtiger
Faktor
ist bei
eine
Überfunktion
der
Schilddrüse.
Bei der
Überfunktion
der
Schilddrüse,
der
Hyperthyreose,
kommt es
zu einem
vermehrten
Zusammenziehen
der
Herzwände
auf dem
Boden
einer
sympathikotonen
Übersteuerung
und nach
längerer
Laufzeit
regelhaft
auch zu
einer
Linksherzverdickung.
Das
vermindert
das
Sauerstoffangebot
des
Herzens
auf zwei
Wegen:
1.
verlängert
sich
durch
die
Linksherzverdickung
der
Übertritt
des
Sauerstoffs
ins
Gewebe
und 2.
führt
die
Verdickung
der
Herzwände
zu einer
verminderten
Dehnbarkeit
des
Herzmuskels.
Diese
verminderte
Dehnbarkeit
setzt
der
einströmenden
Blutflüssigkeit
mehr
Widerstand
entgegen
und
führt so
zu einer
Minderdurchblutung
(siehe
auch
Hydraulisches
Phänomen
am
Herzen).
Eine
relative
oder
absolute
Ischämie
(=
Blutleere
oder
Minderdurchblutung)
ist aber
ein
adäquater
Reiz zur
Ausbildung
eines
Koronarspasmus.
Vermutlich
bewirkt
also die
Überfunktion
der
Schilddrüse
eine
Kombination
von
relativer
Ischämie
und
Koronarspasmus
bei
sympathikotoner
Überaktivierung.
6. bei
Blutarmut
haben
unterschiedliche
Qualitäten,
je nach
dem
Schweregrad
der
Erkrankung.
Immer
aber
kann
eine
schwere
Anämie
(=
Blutarmut)
zu einer
Ischämie
führen,
wenn die
kompensatorische
Tachykardie
(Herzrasen)
nicht
mehr
ausreicht.
Nicht
selten
ist ein
Koronarspasmus
letztlich
für die
Entwicklung
eines
Herzinfarktes
bei
schwerer
Anämie
verantwortlich.
Ich habe
mehrere
Fälle
von
ausgedehnten
Herzinfarkten
bei
Anämie
erlebt,
bei
denen
man dann
in der
Koronarangiographie
nicht
eine
Spur von
Koronarsklerose
(=
Verkalkung
der
Herzkranzgefäße)
gesehen
hat,
aber
einen
typischen
gefäßbezogenen
Herzinfarkt
nachweisen
konnte.
Es muss
also,
vermutlich
durch
die
Anämie
ausgelöst,
zu einem
Herzinfarkt
auf dem
Boden
eines
ausgedehnten
Koronarspasmus
gekommen
sein.
Was
wiederum
die
These
stärkt,
dass der
Koronarspasmus
eine
weit
größere
Bedeutung
bei der
Entwicklung
von
Herzinfarkten
hat als
zur Zeit
allgemein
geglaubt
wird.
7. Auch
die bei
Herzmuskelverdickung
müssen
aus
diesem
Gesichtswinkel
gesehen
werden.
Eine
ganz
typische
Erkrankung
ist in
diesem
Zusammenhang
die
ausgeprägte
Aortenklappenstenose
(=
Verengung
der
Aortenklappe).
Durch
eine
Verkleinerung
der
Durchtrittsöffnung
des
Ventils
zwischen
der
linken
Kammer
und der
Hauptschlagader
(Aortenklappe)
kommt es
zu einem
immensen
Anstieg
der
Herzarbeit
und
konsekutiv
zu einer
teilweise
monströsen
Verdickung
der
Wände
des
linken
Herzens.
Im
Inneren
des
Herzens
herrscht
überdies
ein sehr
viel
höherer
Druck
auf die
Herzinnenschicht
als z.B.
am Arm
gemessen
werden
kann.
Zur
Entwicklung
einer
Symptomatik
im Sinne
einer
Angina
pectoris
kommt es
auch,
weil die
Herzwandverdickung
zusätzlich
zu einer
verminderten
Dehnbarkeit
führt.
Zum
Beispiel
gibt die
Muskulatur
dem
Druck
der
Blutflüssigkeit
nicht
nach,
wenn die
Beine
angehoben
werden.
Es
erhöht
sich
aber der
Druck
auf die
Herzinnenschichten
mit
Ausbildung
einer
schweren
Durchblutungsstörung
des
subendomyocardialen
(= unter
der
Herzinnenschicht
liegenden)
Gewebes.
In
unserem
subtilen
„Volumen-EKG“
kann der
entstehende
Kraftvektor
gesehen
werden,
der das
Herz in
der Lage
verändert.
Gerade
bei
diesen
Patienten
wirkt
sich
unsere
„modifizierte
Blutvolumen-Therapie“
segensreich
aus.
Eine nur
medikamentöse
entwässernde
Therapie
dagegen
kann zu
einer
Hypovolämie
(zu
wenig an
zirkulierendem
Blutvolumen)
führen,
was eine
Durchblutungsstörung
eher
vermehrt
(siehe
auch
unseren
Artikel
Herzmittel).
8. Jede
Form
einer
Blutflüssigkeitsvermehrung
kann
potentiell
auslösen.
Es war
den
Physiologen
schon
seit den
70ger
Jahren
bekannt,
dass
jede
Form der
enddiastolischen
Druckerhöhung
im
linken
Herzen
eine
Verminderung
der
Durchblutung
bedingen
kann.
Von den
Klinikern
wird
aber
auch
heute
zuwenig
daran
gedacht,
dass
eine
verminderte
Durchblutung
am
Herzen
auch
ganz
alleine
durch
eine
Volumenerhöhung
allein
zustande
kommen
kann. So
kann das
übermäßige
Trinken
bereits
zu einem
pathologischen
(=
krankhaften)
„Volumen-EKG“
führen,
weil die
Vermehrung
des
zirkulierenden
Volumens
im
Liegen
bereits
kritisch
auf die
Innenschicht
des
Herzens
drückt.
Nicht
selten
klagt
der
Patient
zunächst
über
Symptome,
die auf
eine
Aktivierung
des
Sympathikus
hinweisen
wie
nächtliches
Schwitzen,
schneller
Herzschlag
oder
über ein
nächtliches
Hellwachsein.
Bei der
nächsten
Stufe
der
sympathikotonen
Übererregung
kann
aber
auch
schon
eine
Verkrampfung
der
Herzkranzgefäße
auftreten
z.B. mit
einem
Druck im
oberen
Rückenbereich,
einem
Ziehen
im
linken
Arm oder
Schmerzen
in der
linken
Schulter.
Ein
Zuviel
an
Blutflüssigkeit
bewirkt
zunächst
eine nur
mäßige
Drucksteigerung
auf die
Innenschichten.
Eine
konsekutive
Verminderung
der
Durchblutung
führt zu
einer
Ischämie,
welche
die
Durchblutungssituation
derart
verschlechtert,
dass
über
eine
sympathikotone
Aktivierung
ein
Gefäßspasmus
auftreten
kann.
Nicht
selten
lernen
die
Patienten
akut mit
dem
Problem
fertig
zu
werden,
indem
sie bei
Beginn
der
Symptomatik
aufstehen
und
umhergehen.
Einige
machen
auch
einen
kalten
Blitzguss
nach
Kneipp
und
erweitern
damit
die
peripheren
Gefäße,
was eine
Volumenentlastung
für das
Herz mit
sich
bringt,
weil
durch
die
reaktive
vermehrte
Hautdurchblutung
ein Teil
der
zirkulierenden
Blutflüssigkeit
gebunden
wird und
nicht
mehr am
Herzen
drücken
kann.
9.
Hinter
den bei
Hochdruckpatienten
kann ein
thorakales
(= den
Brustkorb
oder
-raum
betreffendes)
Aortenaneurysma
(=
krankhafte
Wandausbuchtung
der
Hauptschlagader)
stehen,
ein ganz
spezielles
Problem
der
Hauptschlagader
(Aorta).
Wenn der
hohe
Blutdruck
Jahre
lang
gegen
die Wand
der
Aorta
anbrandet,
kann er
diese an
irgendeiner
Stelle
immer
mehr
erweitern
- wie
ein
Luftballon,
der eine
Beule
entwickelt,
bevor er
platzt.
Weil die
Aorta
mit
zahlreichem
Nervenfasern
umhüllt
ist,
bewirkt
diese
„Beule“
eine
Überdehnung
der sie
umgebenden
Nervenfasern,
was
einen
sehr
intensiven
Schmerz
im
Brustbereich
auslöst.
Dieser
Schmerz
kann so
intensiv
sein,
dass er
dem
eines
Herzinfarktes
gleich
kommt.
Es
tauchen
aber
trotz
der
ausgeprägten
Schmerzsymptomatik
- häufig
genug
zum
Erstaunen
der
Kliniker
- nicht
die
typischen
Enzymmuster
des
Herzinfarktes
im Blut
auf.
Diese
Konstellation
von
thorakalem
Schmerz
einerseits
und
fehlenden
Herzenzymen
andererseits
muss bei
einem
Patienten
mit
länger
bestehendem
Bluthochdruck
an ein
thorakales
Aortenaneurysma
denken
lassen.
10. bei
Tachykardie,
einer
Phase
von sehr
schnellen
Herzschlägen,
kann im
Prinzip
jeder
Mensch
entwickeln,
auch der
mit ganz
gesunden
Herzkranzarterien.
Aufgrund
der
Anatomie
der
Herzdurchblutung
wird das
Herz
hauptsächlich
in der
Blutsammelphase
durchblutet,
während
es sich
also
nicht
zusammenzieht
(Diastole).
Wenn es
sich
dagegen
bei
schnellem
Herzschlag
häufig
zusammenzieht,
ist rein
funktionell
schon
einmal
die Zeit
für die
Durchblutung
verkürzt.
Darüber
hinaus
ist der
eigentliche
Motor
für die
Durchblutung
der
Herzkranzarterien
nicht
das Herz
selbst,
sondern
die
Aorta.
Sie wird
durch
die
Kraft
des
ausströmenden
Blutes
erweitert,
nimmt
also die
Energie
durch
das
elastische
Gewebe
auf und
gibt
diese
beim
Zusammenziehen
wieder
an das
Blut ab.
Das kann
sie
allerdings
nur,
wenn sie
Zeit
hat,
sich
zusammen
zu
ziehen.
Hat sie
diese
Zeit
nicht,
weil
schon
der
nächste
Herzschlag
kommt
und sie
wieder
erweitert
wird,
verpufft
die
Energie
und die
Koronardurchblutung
nimmt
drastisch
ab.
Übrigens
nicht
nur sie
sondern
auch die
Durchblutung
des
ganzen
Körpers.
Es tritt
z.B.
auch
eine
Leere im
Kopf
ein. Die
häufigste
tachykarde
(mit
schneller
Herzfrequenz
einhergehende)
Herzrhythmusstörung
ist im
Alter
das
Vorhofflimmern
mit
absoluter
Arrhythmie
(=
unregelmäßigem
Puls).
Das
Vorhofflimmern
ist eine
sehr
heimtückische
Form der
Herzrhythmusstörung,
da sich
in den
Vorhöfen
der
Betroffenen
kleine
Blutgerinnungsklümpchen
entwickeln
können.
Wenn
diese
dann vom
Blutstrom
erfasst
und
ausgeworfen
werden,
können
sie zu
lebensgefährlichen
Gefäßverstopfungen
führen
mit
Herzinfarkt,
Schlaganfall
oder
ischämischen
Geschehen
mit
nachfolgendem
Parkinson
oder
ischämischer
Demenz.
Ganz
häufig
wird
beim
Vorhofflimmern
ein
vergrößerter
Vorhof
gefunden,
der sich
auf dem
Boden
eines
Herzklappenfehlers
oder
einer
Herzinsuffizienz
(Herzschwäche)
entwickelt
hat. Die
Gefahr
besteht
bei
Vorhofflimmern
allerdings
auch,
wenn der
Herzrhythmus
langsam
ist.
Dann
haben
die
Patienten
unter
Umständen
gar
keine
Symptomatik
und
sehen
keine
Notwendigkeit
zum Arzt
zu
gehen,
weil sie
sich
wohl
fühlen.
Diese
Patienten
müssen
besonders
eindringlich
beraten
und
intensiv
betreut
werden,
weil sie
sonst
ganz
plötzlich
vor dem
Scherbenhaufen
einer
für
immer
entschwundenen
Gesundheit
stehen.
Es gilt
nach wie
vor der
kardiologische
Grundsatz,
dass
jede
Form
einer
Rhythmusstörung,
besonders
aber die
absolute
Arrhythmie
bei
Vorhofflimmern,
abgeklärt
und
behandelt
werden
muss.
Die
müssen
sicherlich
auch
noch
gegen
andere
Gesundheitsstörungen,
z.B.
orthopädische
Diagnosen,
abgegrenzt
werden.
Aber die
kardiologischen
Verdachtsmomente
haben
absolute
Priorität
bei der
Wertung,
denn ein
parallel
vorhandener
orthopädischer
Befund
darf
keineswegs
von
kardialen
Problemen
ablenken.
Das
könnte
lebensgefährlich
sein.
Nicht
selten
sehen
wir
nämlich
auch
eine
parallele
Wirbelsäulensymptomatik,
wenn
eine
sympathikotone
Überaktivierung
eines
Menschen
zu
Muskelverkrampfungen
führt
und
sekundär
Nerven
gedrückt
werden.
Dann
nämlich
ist der
Wirbelsäulenschmerz
ein
Epi-Phänomen;
er ist
begleitend
vorhanden
aber
nicht
ursächlich.
Ursächlich
ist die
sympathikotone
Aktivierung,
die
erkannt
werden
muss, da
sie zu
Koronarspasmus
führen
kann.
zurück |
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