Absolute Arrhythmie
I
Eine absolute Arrhythmie bezeichnet einen chaotischen Herzrhythmus, in dem keine Regelmäßigkeit zu erkennen ist. Verursacht wird die absolute Arrhythmie (Herzrhythmusstörung) durch ein besonderes Erregungsmuster in den Vorhöfen, dem Vorhofflimmern.
Die absolute Arrhythmie ist eine regellose Schlagfolge der Herzkammern ohne einen erkennbaren Grundrhythmus (im EKG meist Vorhofflimmern, gelegentlich frustrane Kontraktionen (= Zusammenziehen) mit Pulsdefizit), als langsame Form (Kammerfrequenz unter 100/Min.) oder als schnelle Form (Kammerfrequenz 100-180/Min., evtl. als sogenannter „Absoluta-Anfall“). Ursachen: Hyperthyreose (= Schilddrüsenüberfunktion), Mitralklappenvitium (= Fehler an einer Herzklappe), Myokarditis (= Entzündung des Herzmuskels), koronare Herzkrankheit (meist bei schweren Formen), idiopathisch (= als krankhafter Zustand selbständig, d.h. ohne erkennbare Ursache, entstanden) (nach Roche)
Die größte Gefahr bei der absoluten Arrhythmie bei Vorhofflimmern besteht darin, dass es zu Turbulenzen in den Vorhöfen kommt, was zur Bildung von kleinen Blutklümpchen führt. Werden diese ausgeworfen, so kommt es zu arteriellen Gefäßverstopfungen bis hin zum ischämischen (= Blutleere oder Minderdurchblutung) Insult (= plötzlich eintretendes Ereignis, Anfall, Schlaganfall), unter Umständen mit Ausfall des Seh- oder Sprachzentrums.
Ein Problem bei der absoluten Arrhythmie bei Vorhofflimmern ist die erschwerte EKG-Diagnostik, da unterschiedliche Erregungsüberleitungszeiten auch mit veränderten Herzkammerfüllungen einhergehen.
Bei uns wird im Schleifen-EKG (= bietet eine 3-dimensionale Aufzeichnung der Herzleistung. Dadurch sind Unregelmäßigkeiten des Herzens zuverlässiger zu erkennen, desgleichen ein Herzinfarktrisiko) über eine besondere Software ein repräsentativer (= aussagekräftiger) Zyklus arryhthmetisch (= mathematische Formel) ermittelt und somit eine konstante Beurteilbarkeit hergestellt. Verwendet man mindestens 15 EKG-Schläge, ist der Rhythmus übrigens nicht mehr chaotisch sondern konstant (= gleichbleibend). Auch die Steigerung der Herzleistung bei zunehmender Belastung bleibt linear, so dass ein normales Leben auch mit absoluter Arrhythmie möglich ist, wenn man die Gefahrenmomente ausschließt.
Sie möchten diesen Artikel ausdrucken? Markieren Sie den Text, gehen Sie in der Symbolleiste auf "Datei", dann auf "Drucken", danach "Markierung" anklicken und dann erst drucken, denn sonst verlieren Sie durch die nachfolgende Themenübersicht unnötiges Papier.
Weitere Artikel, die mittelbar oder unmittelbar mit dem Thema absolute Arrhythmie in Verbindung stehen, im Überblick (klicken Sie einfach auf das für Sie interessante Thema):
•Herzrhythmusstörung
•Vorhofflimmern
•Hyperthyreose
•Schlaganfall
•EKG-Diagnostik
Wir analysieren den "Ist"-Zustand und erarbeiten zusammen mit dem Patienten den optimalsten "Soll"-Zustand.
 

zurück


 

 

 

 

 

 



 
Top! Top!